Unter einer Darmsanierung versteht man den Wiederaufbau einer gesunden Darmflora, in der alle Bakterien in einem Gleichgewicht vorhanden sind.

Es ist sinnvoll die Funktionsweise des Darms in jede Untersuchung und Therapie mit einzubeziehen. Aufgrund der enormen Kontaktfläche und der vielen Abwehrzellen im Darm kann dieser bei vielen Erkrankungen eine Rolle spielen. Eine Fehlbesiedelung der Mikroflora im Darm oder eine entzündliche Darmschleimhaut können dauerhaft die körpereigene Abwehr schwächen.

Eine Darmsanierung ist spätestens bei auftretenden Beschwerden anzuraten. Diese können zum Beispiel Verdauungsstörungen wie Durchfall und/oder Verstopfungen, Kopfschmerzen/Migräne, rheumatische Beschwerden, häufige Infekte, ständige Müdigkeit oder eine deutliche Gewichtszunahme sein.

Weitergehende Maßnahmen zur Darmsanierung können eine Ernährungsumstellung und der Einsatz
von Phytotherapie (Kräuterheilkunde) sein.

 

 

Wissenwertes: 

Der Mensch hat ca.1000 mal so viele Bakterien im Darm wie Körperzellen im gesamten Körper. Diese physiologischen Bakterien bilden eine eigene Barriere gegen Eindringlinge und aktivieren die körpereigene Abwehr, sie funktioniert allerdings nur, wenn die Darmflora im Gleichgewicht ist.

Im Laufe eines durchschnittlichen Lebens werden ca. 30 Tonnen Nahrung und 50 000 Liter Flüssigkeit durch den Darm verarbeitet. Die Oberfläche des Darms erstreckt sich auf ca. 300 – 500 m² – Der Darm ist somit das größte
Organ des Menschen. Er hat ca. 100 Millionen Nervenzellen und damit mehr als das gesamte Rückenmark. Vom Darm aus werden ca. 80 Prozent des menschlichen Immunsystems gesteuert. Hier werden verschiedene Vitamine, wie K, B2, B12, Folsäure und Biotin hergestellt und sämtliche Mikronährstoffe, Vitamine und Mineralien etc. aufgenommen.